Motivation
Wir leben in einer Kultur der
Machbarkeit, in der man glaubt, dass alles möglich ist. Doch
irgendwann
begegnen jedem von uns Situationen, die unkontrollierbar und aus
eigener Kraft
nicht zu ändern sind, auch wenn wir es uns mit jeder Faser
unseres Seins
wünschen. "Es ist wie es ist" – ein einfacher Satz.
In solchen Momenten jedoch
ist es schwierig, diese wenigen Worte auszusprechen, geschweige denn,
die
Haltung einzunehmen, die sie beschreiben. Es ist eine Haltung, die das
Leben in
seinen Höhen und Tiefen annimmt.
Die Abgeklärtheit,
die dahinter steckt, sagt
Maria Fremmer, kann sie für
sich bislang nicht in Anspruch nehmen. Sie sieht es als eine der
großen
Herausforderungen an, diese Haltung zu lernen, denn sie beinhaltet
Vertrauen in
das Leben an sich und eine Art von Selbstvertrauen, das tief in die
Wurzeln des
eigenen Wesens hineinreicht. Sie glaubt, dass die stetige
Weiterentwicklung
dieses Vertrauens ein Prozess ist, dem jeder Mensch sich auf seine
Weise zu
stellen hat. Es sind größere und kleinere Zyklen des
Wachstums, oft zunächst undurchschaubar
erscheinend und vielschichtig wie das Leben selbst. In ihren Texten
möchte sie ihnen
Ausdruck geben.
Werdegang
...
Maria
Fremmer wurde 1957 in
Grevenbroich geboren, aufgewachsen ist sie in Rüsselsheim am
Main. Nach dem
Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur
Krankenschwester, weil sie
im Anschluss daran Medizin studieren wollte, aber es kam
anders.
Sie
hörte im
Straßenkarneval auf Teneriffa einem Saxofonisten zu,
verliebte sich in den
Klang dieses Instrumentes und übte fortan so lange, bis sie
sich einer
Formation von Artisten und Musikern anschließen konnte, um
mit ihnen einige
Jahre durch Europa zu touren. 1996 zog sie sich während der
Proben im Stadttheater
von Marl bei einem Sturz eine Rückenmarksverletzung zu.
Seitdem bewegt sie sich
im Rollstuhl durchs Leben.
...
und was daraus
geworden ist
Seit 1998 lebt und arbeitet Maria Fremmer in
Köln. Sie
schreibt hauptsächlich für den Hörfunk und
kommt
ursprünglich aus der Hörspielproduktion des WDR, wo
sie seit
2001 als Assistentin mit unterschiedlichen Regisseuren
zusammengearbeitet hat. Sie bearbeitet Romane, aber auch
Bilderbücher und andere Textformen zu
Hörspielen.
Darüber hinaus entwickelt sie eigene Stoffe.
Das Leben
ist eine Fundgrube für Geschichten, sagt sie. Man muss
allerdings
genau hinsehen, hinhören, sich einfühlen und der
eigenen
Phantasie Räume schaffen, in denen sie sich entfalten kann.
Der
Rest ist ein gutes Gefühl für Sprache und Handwerk.
Da wird
gedreht, gewendet, geklöppelt und gefeilt, oftmals an
einzelnen
Worten, bis das Satzgefüge stimmig ist. Schreiben ist
für
Maria Fremmer wie Musik machen. Der Rhythmus muss stimmen.
Von Maria Fremmer sind unter anderem
erschienen:
-
Der
rote Lappen muss runter (Kurzhörspiel
für Kinder von Georg Wieghaus, Regie Maria
Fremmer, WDR 2003)
-
Whale
Rider (Hörpiel nach dem Roman von
Witi Ihimaera, WDR/DAV 2004, Regie Annette
Kurth)
-
Die
Sterne über Peschawar
(Hörspiel nach einem
Roman von Suzanne Fisher Staples, WDR 2007, Regie
Angeli
Backhausen)
-
Die
Schöpfung (Hörspiel nach dem
gleichnamigen Bilderbuch von F.K. Waechter, Regie Frank Erich
Hübner, WDR 2008
-
Da
bin ich (Hörspiel nach dem gleichnamigen
Bilderbuch von F.K. Waechter, Regie Frank Erich Hübner, WDR
2008)
-
Ein
Freund für immer
- Hörspielstoff für ein Live-Konzert mit der WDR Big
Band,
das im Rahmen der Lilipuz-Familienkonzerte am 10. Mai 2009 im
WDR-Funkhaus uraufgeführt wurde.
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Maria Fremmer
Mediapark Süd
Sachsenring 2-4
50677 Köln
0177 / 5346216
maria.fremmer@gmx.de
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